SO!Campus

SO!LogoSO!Campus steht für das Konzept „Medien als Lernform“: Das aktive Gestalten von Medienproduktionen dient dabei als Nachweis bzw. Ergebnis eines Lernprozesses, der unter dem Gesichtspunkt der „Trimedialen Redaktion“ stattfindet: Je nach Thema wird ein Medium für die Produktion ausgewählt. Alle Medienprodukte werden schließlich zu einer Gesamtproduktion zusammengefasst. Diese Gesamtproduktion besteht aus einzelnen Beiträgen von SO!ON-Campus (Zeitung, Print, Web), SO!FM-Campus (Radio/Audio) und SO!TV-Campus (Fernsehen/Video).

IMG_0082-1Grundidee von SO!Campus ist es, die Ergebnisse eines Lernprozesses medial aufzubereiten um dadurch einen Einblick in den vorangegangenen Lernprozess zu erhalten. Der Lernprozess wird dabei in Schrift, Bilder und Töne ‚übersetzt’, die sich an einem normativen Lernziel (Lehrplan bzw. Curriculum) orientieren. Verdeutlicht an einem Beispiel bekommen Lernende (SchülerInnen sowie Studierende) die Möglichkeit, anstatt eines Referates oder einer schriftlichen (Seminar-)Arbeit beispielsweise einen Fernsehbeitrag (SO!TV) als Dokumentation ihres persönlichen Lernfortschrittes innerhalb einer definierten Fragestellung zu erstellen. Dieser kann in Form eines fiktionalen oder dokumentarischen Films, eines Interviews oder eines Beitrags erfolgen. Gibt es mehrere Beiträge so werden diese in einer Art ‘Magazinsendung’ gebündelt und durch eine Moderation miteinander (inhaltlich) verbunden.

Gleichzeitig können Informationen, die ein vertieftes Studium der Materie erfordern, in Form eines Zeitungsartikels bzw. eines Blog-Beitrags verfasst (SO!ON) und mit der Fernsehsendung kombiniert werden. Dieses Medium (Text) hat den Vorteil, dass die Inhalte so aufbereitet werden können, dass eine Vertiefung bzw. das Eintauchen in die Materie möglich wird. Ein Audiobeitrag (SO!FM) schließlich bietet die Möglichkeit, (z. B. in Form von Radiosendungen, Hörspielen oder Interviews) einer Produktion mehr Authentizität zu verleihen, oder auch die Fantasie größtmöglich anzuregen. Welche Medien auch immer gewählt werden: Das Gesamtbild als Verdeutlichung des Lernprozesses ist bei SO!Campus der wichtigste Faktor für einen trimedialen Lernprozess und geschieht durch eine mediale Aufteilung in Zeitung/Print, Radio/Audio und Fernsehen/Video.

Besonderer Mehrwert des SO!Campus-Konzepts ist neben dem curricularen Lernziel vor allem der reflexive Kontext, in den der jeweilige Beitrag gesetzt wird. Konkret bedeutet das, dass die Beiträge beispielsweise in Form einer Moderation angekündigt werden und dabei Hintergrundinformationen zur Aufgabenstellung, der Herangehensweise, oder auch eine mögliche Heterogenität der Erkenntnisse thematisiert werden kann. Diese Reflexion über den Entstehungsprozess kann aber auch im Begleittext stehen. Egal in welcher Form die Reflexion stattfindet: Für das Konzept SO!Campus ist es notwendig, auch diese Meta-Informationen zu explizieren und in das Gesamtprodukt einfließen zu lassen.

IMG_0068Die Lernziele des Lernprozesses leiten sich bei SO!Campus aus einem Lehrplan (Kontext: Schule) oder einem Curriculum (Kontext: PH/Uni) ab. Mit diesen Vorgaben ist SO!Campus darauf ausgerichtet, Lernprozesse von SchülerInnen und Studierenden sichtbar zu machen und zu dokumentieren. Die entstandenen Medienprodukte geben einen Einblick in den vorangegangenen Lernprozess (Was wurde gelernt?) und thematisieren zudem den Entstehungsprozess (Wie ist der Beitrag entstanden?).

Das Konzept wurde in Kooperation mit dem IMB-Salzburg, dem Community TV-Sender FS1 und dem Quartier für Medien-Bildung-Abenteuer – Q3 entwickelt. FS1 ist gleichzeitig auch der Medienpartner, der dafür sorgt, dass unsere Sendungen auch ON AIR gehen.